Laser-Chirurgie

Ein Laserstrahl besteht aus stark gebündelten Lichtstrahlen von sehr hoher Intensität. Je stärker das Licht gebündelt wird, desto drastischer ist die Wirkung im behandelten Gewebe.

Medizinischer Laser

Der Diodenlaser ist ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer medizintechnischen Ausstattung.

 

Laserchirurgie

Die Laserchirurgie ist sicherlich das bekannteste Einsatzgebiet der Laserstrahlen in der Medizin. Hier ist das Licht so stark gebündelt, dass im behandelten Gewebe punktuell Temperaturen von bis zu 300°C entstehen. Die so bestrahlten Zellen platzen auf und verdampfen. Auf diese Weise kann der Laser wie ein Skalpell zum Schneiden von Gewebe verwendet werden.


Von Vorteil ist dieses Verfahren vor allem bei Operationen in sehr stark durchbluteten Geweben, da durch den Laserstrahl die Blutgefäße, die angeschnitten werden, gleichzeitig durch die Hitze verschlossen werden (Koagulation). So werden stärkere Blutungen im Operationsfeld sowie Nachblutungen vermieden. Der Laserstrahl hat außerdem eine desinfizierende und wundheilungsfördernde Wirkung an der Schnittstelle.


Wichtige Beispiele für laserchirurgische Operationen im tiermedizinischen Bereich:

  • die Kürzung des Gaumensegels (Gaumensegel-Operation) und Operation der sog. „Ventilnase“ bei brachycephalen („kurznasigen“) Hunderassen
  • Entfernung von Tumoren und Polypen im Maul und Nasen-Rachen-Raum
  • Krallen- und Zehenamputationen
  • Entfernung kleiner Hauttumore wie z.B. Warzen (keine Wundnaht notwendig!)
  • Entfernung und Verödung von „Gerstenkörnern“ am Augenlid

 

Der Diodenlaser kann auch bei endoskopischen (Endoskopie), minimal-invasiven chirurgischen Eingriffen verwendet werden. Dabei wird der Laserstrahl über einen Lichtleiter bis in das Operationsgebiet geleitet. Ein Anwendungsbeispiel ist die endoskopische Untersuchung des Magens („Magenspiegelung“), bei welcher mithilfe des Lasers im gleichen Arbeitsgang z.B. eine gefundene Geschwulst entfernt werden kann.

 

Bestrahlungstherapie ("Laserdusche")

Die Lasertechnik wird mit gestreuten (defokussierten) Laserstrahlen auch im therapeutischen Bereich eingesetzt.

 

Das Gewebe wird dabei nur moderat erwärmt, so dass eine Schädigung der bestrahlten Zellen ausgeschlossen ist. Die gestreuten  Laserstrahlen bewirken neben einer Verbesserung der Durchblutung im behandelten Gebiet auch eine energetische Anregung wichtiger Stoffwechselprozesse.


Die Laser-Bestrahlung wirkt dadurch nachweislich entzündungshemmend, wundheilungsfördernd und schmerzlindernd, und kann daher bei einer Vielzahl von chronischen Prozessen hilfreich sein. Vorrangig zu nennen sind hier Wundheilungsstörungen, entzündliche Erkrankungen des Bewegungsapparates (Gelenke, Muskulatur, Sehnen und Sehnenscheiden) sowie entzündliche Erkrankungen von Zahnfleisch und Maulschleimhaut.

Wenn Sie wissen möchten, ob eine Laser-Bestrahlung für Ihr Tier in Frage kommt, sprechen Sie uns darauf an!

Sie haben offene Fragen oder benötigen eine individuelle Beratung?

Wir sind für Sie da. Rufen Sie uns unverbindlich an: 07261/13595